Zitat der Woche (KW 40 / 2013)

Heute gibt es gleiche vier Zitate rund um das Thema Wissen und Tun.
Am Anfang steht ein Ausspruch des Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe, der hier eine Feststellung trifft, die sehr schön auch die absolute Grundlage der Produktivität zusammenfasst.

Es ist nicht genug zu wissen – man muss auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen – man muss auch tun.
Johann Wolfgang von Goethe (deutscher Dichter; 1749 – 1832)

Das Anhäufen von Wissen, nur um des Wissens willen, hat keinen wirklichen Sinn. Sinn erhält das gesammelte Wissen nur, wenn man es auch nutzt. Und ebenso reicht der Wille alleine nicht aus. Er muss letztlich auch umgesetzt werden. Denn nur Aktivität ist letztlich die Grundlage von Produktivität.

Das nächste Zitat – eigentlich ist es sogar ein vollständiges Gedicht – erweitert die Idee von Wissen und Tun um eine moralische Komponente. Es handelt sich um erich Kästners Gedicht „Moral“ mit dem er seine Lebenphilosophie umreißt.

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
Erich Kästner (deutscher Schriftsteller; 1899 – 1974)

Damit will uns Kästner sagen, dass es nicht ausreicht, nur zu wissen was Gut ist. Es genügt nicht, in Kontemplation darüber zu verharren, wie man die Welt besser machen könnte. man muss auch aktiv werden.
Gleichzeitig – und das ist eine zweite Ebene der zugrunde liegenden Idee dieses kurzen Gedichtes – muss man aber auch wissen, was GUT ist. Tun um des Tuns willen ist nämlich nicht automatisch gut.

Und das führt uns zum nächsten Zitat, das von dem vermutlich berühmtesten Chinesen und einem der meistzitierten Menschen der Geschichte stammt.

Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
Konfuzius (chinesischer Philosoph; ca. 550 v. Chr. – 479 v. Chr.)

In diesem Zitat erweitert der große fernöstliche Denker die Idee von Wissen und Tun um den Aspekt des Selbstbewustseins. Es reicht seiner Meinung nach nicht aus, nur zu wissen und zu tun, man muss dessen auch bewusst sein.
Wenn er sagt, dass man wissen muss, was man tut, dann meint er damit, dass man sich auch der Konsequenzen seines Handelns bewusst sein muss. Es reicht nicht, nur zu handeln, man muss dies zielgerichtet und mit dem Wissen um die Wirkung des Handelns tun.
Der erste Teil des Zitats ist aber noch wichtiger. In dem „wissen, was man weiß“ ist nämlich auch das „wissen, was man nicht weiß“ eingeschlossen. Und nur wenn man sich seiner eigenen Wissenslücken bewusst ist, kann man erkennen, wo man bei der Einschätzung seines eigenen Handelns einen blinden Fleck hat.

Und zum Abschluss gibt es noch eine Warnung des Lyrikers Matthias Claudius, der den meisten vermutlich durch den Text des Liedes „Der Mond ist aufgegangen“ bekannt ist.

Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.
Matthias Claudius (deutscher Dichter und Journalist; 1740 – 1815)

Ein Warnung, die leider nicht immer beherzigt wird.