10 Dinge, um die man den Arbeitgeber bitten kann

Ja, die Arbeitsbedingungen sind heute sicher viel besser als noch vor … sagen wir … 50 Jahren. Aber gleichzeitig findet man in vielen Branchen nur schwer einen Job. Und der Verlust der Arbeit ist eine reale Gefahr.

Das ist auch der Grund, warum sich viele Arbeitnehmer nicht trauen, nach DIngen zu fragen, die eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollten. Und natürlich ist es immer problematisch, nach eine Gehaltserhöhung oder einer Beförderung zu fragen.

Es gibt aber auch Dinge, um die man seinen Arbeitgeber immer bitten kann, ohne um seinen Job Angst haben zu müssen (obwohl ich auch hier von Fall zu Fall entscheiden würde und selbstverständlich keine Garantie übernehme).
David Bakke hat bei Lifehack.org eine Liste von 10 Dingen zusammen gestellt, nach denen man eigentlich immer Fragen können sollte:

  1. Eine angemessene, ungestörte Mittagspause
    Die Mittagspause ist für die Regeneration des Arbeitnehmers und den Erhalt seiner Leistungsfähigkeit unbedingt notwendig. Es liegt also durchaus im Interesse des Arbeitgebers. In Deutschland sind die Arbeitspausen sogar gesetzlich geregelt.
  2. Die Möglichkeit, sich einzubringen
    Jeder Arbeitnehmer sollte die Möglichkeit haben, Verbesserungen vorzuschlagen. Das gilt vor allem aber nicht nur für die Bereiche, die den Arbeitnehmer direkt betreffen.
  3. Die Bewertung der eigenen Leistungen
    Wenn man keine regelmäßige Bewertung der eigenen Leistungen erhält, sollte man danach Fragen. Das ist auch eine gute Gelegenheit zu zeigen, dass man die Erwartungen, die der Arbeitgeber in einen setzt, einhalten und übertreffen will.
  4. Ein Empfehlungsschreiben
    Wenn man seinen Job wechselt, sollte man keine Angst haben, einen Vorgesetzten um ein Empfehlungsschreiben zu bitten. Man sollte dabei aber auch gleich klar stellen, dass man es niemandem übel nimmt, wenn derjenige kein Empfehlungsschreiben verfassen will. Um dem Vorgesetzten die Arbeit zu erleichtern, kann man auch gleich eine Vorlage liefern.
    Das Empfehlungsschreiben ersetzt nicht das offizielle Arbeitszeugnis des Arbeitgebers.
  5. Sinnvolle Arbeitszeiten
    Manchmal liegen Arbeitszeiten einfach nicht gut und sind schlecht einzuhalten. Für Eltern können die Anfangszeiten von Schule oder Kindergarten zu Konflikten führen. Es können aber auch einfach die Fahrpläne der öffentlichen Verkehrsmittel sein, die hier zu Problemen führen.
    Man sollte deshalb seinen Arbeitgeber durchaus um eine Anpassung bitten können.
  6. Hilfe bei hoher Arbeitsbelastung
    Es kann immer passieren, dass man sich mit mehr Arbeit konfrontiert sieht, als man erledigen kann. In vielen Branchen gibt Zeiten, in denen mehr zu tun ist, als in anderen. Merkt man, dass die Menge der Arbeit im Moment einfach nicht zu bewältigen ist, sollte man um Hilfe bitten. Man sollte hier aber auch gleich die Bereitschaft zeigen, in ruhigeren Zeiten im Gegenzug selbst zusätzliche Aufgaben zu übernehmen und anderen Kollegen zu entlasten.
  7. Mehr Verantwortung
    Man sollte nie zögern, im Rahmen der eigenen Möglichkeiten mehr Verantwortung zu übernehmen. Der Arbeitgeber wird den zusätzlichen Einsatz bzw. die Bereitschaft dazu sicher positiv vermerken.
  8. Die richtigen Werkzeuge für die Arbeit
    Man kann einen Baum nur schwer mit einem Schraubenzieher fällen.Wenn der Arbeitgeber gut gemachte Arbeit erwartet, dann sollte er auch die entsprechenden Werkzeuge zur Verfügung stellen.
  9. Einen respektvollen Umgang
    Niemand muss es hinnehmen, wenn man ihn respektlos behandelt. Auch ein Vorgesetzter hat nocht das Recht dazu. Deshalb sollte man darauf hinweisen. Vielleicht sind diejenigen, die sich repektlos verhalten, sich dessen gar nicht bewusst.
  10. Bessere Kommunikation
    Kommuniziert dein Vorgesetzter ordentlicht mir dir? Erhälst du die Informationen, die du zur Erledigung der dir übertragenen Aufgaben benötigst? Wenn nicht, dann sprich deinen Vorgesetzten an. Vielleicht ist er einfach so beschäftigt, dass er es überhaupt nicht bemerkt hat.

2 Kommentare

  1. Gerade Nr. 3 finde ich sehr wichtig. Oft genug kommt’s vor, dass man sich unter- oder überschätzt und dementsprechend andere Forderungen oder Ansprüche im falschen Licht sieht. Eine kurze Bewertung der eigenen Leistung kann da sehr hilfreich sein. Tolle Liste, danke!

    1. Das ist genau richtig.
      Ich habe leider schon bei Arbeitgebern arbeiten müssen, bei denen Mitarbeiter-Feedback nur dann gegeben wurde, wenn die Leistungen nicht stimmten. Ansonsten galt die Regel: „Wenn nicht gemeckert wird, ist alles in Ordnung.“
      Für die Mitarbeiter ist das leider auf Dauer recht unbefriedigend. Es fehlt dann schlicht die Orientierung.

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