Zitat der Woche (KW04/2014)

Konfuzius sagt: Zu wissen, dass wir wissen, was wir wissen, und dass wir nicht wissen, was wir nicht wissen, das ist das wahre Wissen.
Henry David Thoreau (us-amerikanischer Schriftsteller und Philosoph; 1817 – 1862)

Das mit dem Wissen und dem Nicht-Wissen, die Frage nach Erkenntnis und auch Selbst-Erkenntnis ist ein weites Feld. Und jeder hat das berühmte Sokrates-Zitat „Ich weiß, dass ich nicht(s) weiß!“ schon einmal benutzt oder zumindest gehört.

In beiden Zitaten geht es aber nicht um ein konkretes Wissen zum Beispiel zu einem bestimmten Thema – obwohl Thoreau dem konkreten Themenwissen schon näher kommt als Sokrates. Es geht viel mehr um die Selbst-Erkenntnis, um das Hinterfragen dessen, was wir zu wissen glauben.
Wissen wir, tatsächlich, was wir wissen, oder nehmen wir nur an, zu wissen? Wo endet unser Wissen und sind wir uns dessen auch bewusst?

Thoreau erhebt in seinem Zitat die Selbst-Erkenntnis, also das Erkennen des Umfangs des eigenen Wissens, zum eigentlichen Ziel. Wahres Wissen ist dann erreicht, wenn wir den wahren Umfang unseres Wissens und unseres Nicht-Wissens erkannt haben.