(überarbeitete Fassung eines Beitrags vom 9. Januar 2014)

Aktuell sind rund 2,5 Millionen Menschen in Deutschland ohne Arbeit (Februar 2020) – zumindest nach der offiziellen Statistik. Rechnet man die Menschen in Weiterbildungsmaßnahmen und ähnlichem dazu, liegt die Zahl vermutlich höher. Durch die Entwicklungen aufgrund der SARS-COV-2-Pandemie rechnen etliche Experten nicht nur in Deutschland, sondern weltweit mit Einbrüchen in der Wirtschaft. Entsprechend werden voraussichtlich auch die Arbeitslosenzahlen steigen. Wir können also davon ausgehen, dass in absehbarer Zukunft wieder mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen sein werden.

Ruhe bewahren!

Wenn ihr tatsächlich von Arbeitslosigkeit betroffen seid, kommt es darauf an, die richtige Einstellung zur Situation zu behalten. Das richtige Mindset schützt nämlich davor, sich unnötig Sorgen zu machen. Sich der Verzweiflung hinzugeben, ist nicht die richtige Vorgehensweise.

Wenn ihr eine Kündigung erhaltet, solltet ihr nicht in hektischen Aktionismus verfallen. Gerne darf man sich ein oder zwei Wochen Zeit lassen, um den ersten Schock über den Jobverlust zu verdauen. In dieser Zeit könnt ihr dann überlegen, wie es weiter gehen soll. Lasst gegebenenfalls überprüfen, ob die Kündigung überhaupt gerechtfertigt ist. Ansonsten heißt es, Informationen sammeln und natürlich die Bewerbungsunterlagen auf einen aktuellen Stand bringen.

Es ist keine Schande, eine Zeit lang arbeitslos zu sein. Wie gesagt, aktuell sind weit über 2 Millionen Menschen in Deutschland davon betroffen. Und es ist keineswegs so, dass diese Betroffenen alle schlecht Ausgebildet oder Unterqualifiziert sind. Entsprechend ist es keine Schande, seinen Job zu verlieren, und es gibt keinen Grund, die Situation zu verschweigen.

In die Offensive

Grundsätzlich ist es sinnvoll, über die Arbeitslosigkeit oder den drohenden Jobverlust zu sprechen. Vor allem solltet ihr eure Familie und eure Freunde über die Situation informieren. Zum einen ist es nämlich sehr angenehm, ein wenig bemitleidet zu werden, zum anderen sorgt man auf diesem Weg dafür, dass dieser Personenkreis Augen und Ohren offen hält und ein wenig bei der Suche hilft. Es ist erstaunlich, auf welchem Weg man von freien Stellen erfahren kann. Ein Freund erfährt von einer interessanten Stellenausschreibung in seiner Firma oder man bekommt einen entsprechenden Tipp von einem Bekannten. Hier gibt es viele Möglichkeiten, die man nicht unterschätzen und unbedingt nutzen sollte.

Auch außerhalb eures Familien- und Freundeskreises solltet ihr offensiv mit der Situation umgehen. Es ist klar, dass sich ein neuer Job nicht von selbst melden wird. Man muss aktiv danach suchen. Und je mehr Menschen bei der Suche helfen, umso schneller ergeben sich neue Chancen. Ihr solltet also so viele Kontakte wie nur möglich aktivieren – und natürlich auch neue knüpfen. Vor allem berufliche Kontakte sind hilfreich. Vielleicht wird in einer anderen Abteilung oder in einer Firma, mit der man schon zu tun hatte, nach einem neuen Mitarbeiter mit entsprechenden Qualifikationen gesucht.
Der offensive Umgang mit dem Thema Jobverlust und Arbeitslosigkeit kann sich also durchaus lohnen.

Aktive Suche

Aber auch ihr solltet bei der Jobsuche offensiv – oder besser aktiv – bleiben. Es ist unwahrscheinlich, dass ihr auf der Straße von jemandem angesprochen werdet, der euch euren absoluten Traumjob anbieten will. Und auch euer bisheriger Arbeitgeber wird nicht anrufen, um euch darum zu bitten, euren alten Job wieder zu übernehmen. Die Wahrheit ist, ihr müsst nach einem neuen Job suchen. Ihr müsst die Stellenbörsen durchforsten und nach Arbeitgebern suchen, die vielleicht Bedarf an euren Qualifikationen haben (Stichwort: Initiativbewerbung). Und schließlich müsst ihr Bewerbungen schreiben und verschicken.

Natürlich werdet ihr auch etliche Absagen erhalten. Aber lasst euch von diesen Rückschlägen nicht entmutigen. Mir ist klar, dass ist leichter gesagt als getan. Aber irgendwann findet ihr eine Stelle, die zu euch passt!

Und wer Tipps braucht, wie man am besten mit Ablehnung (nicht nur bei der Jobsuche) umgeht, damit habe ich mich in diesem Beitrag beschäftigt.

Foto von Lukas von Pexels

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